Hornhaut entfernen – so wird’s gemacht …

Hornhaut entfernen – so wird's gemacht ...Der Sommer könnte so schön sein, wenn da nicht das Problem mit der sich ausbreitenden Hornhaut an den Füßen wäre. Genau genommen ist die Hornhaut eigentlich etwas ganz Natürliches. Menschen, die viel Barfuß laufen, haben sicherlich feststellen können, dass die Hornhaut sich zum Schutz der empfindlichen Haut an den Füßen bildet. Druck, Abrieb, Feuchtigkeit und ähnliches machen es jedem Fuß schwer, sodass ein gewisser Schutz, nämlich die Hornhaut, notwendig wird. Ansonsten kann es zu schwerwiegenden Verletzungen kommen. Allerdings ist diese Schutzfunktion heute nicht mehr in diesem Maße notwendig. Wozu haben wir denn Schuhe als Schutz? Und doch kommt es immer wieder vor, dass sich Hornhaut bildet. Manchmal sogar mehr als wir uns wünschen. Dann ist es an der Zeit, diese Hornhaut wieder loszuwerden. Aber wie?

Wie kommt es zu Hornhautbildung?

Die Haut kann nur dann weich, geschmeidig und widerstandsfähig bleiben, wenn sie ausreichend Feuchtigkeit erhält. Dies gilt für jede Haut, auch die der Füße. Ohne die Feuchtigkeit wird die Haut recht schnell trocken und leider ebenso schnell rissig. Kommt nun auch noch eine starke Belastung durch Druck oder Reibung hinzu, ist dies eine stille Aufforderung, Hornhaut aufzubauen, um den Fuß zu schützen. Zu Beginn ist dies überhaupt nicht problematisch. Kann das Hornhautwachstum aber nicht gestoppt werden, kann es zu schmerzhaften, tiefen Rissen kommen. Zudem muss man sagen, dass es auch nicht wirklich schön aussieht.

Es sollte erwähnt werden, dass Hornhaut überall entstehen kann – an den Händen, an den Knien und Ellenbogen. Überall, wo es zu vermehrtem Druck oder Reibung kommt, ist diese Entstehung möglich.

Einige Krankheiten können die Hornhautbildung sowie die Bildung von Schrunden und Rhagaden begünstigen, etwa Diabetes. Zudem dürfen genetische Veranlagungen nicht außer Acht gelassen werden. Eine generelle Tendenz zu trockener Haut wird ebenfalls die Hornhautbildung mit allen Folgen forcieren.

Kann man vorbeugen?

Ja, theoretisch ist Prävention möglich. Hierzu gehört eine gute Fußpflege. Gönnen Sie Ihren Füßen ab und an ein gutes Fußbad, das mit einer anschließenden, nährenden Creme für die Füße beendet wird. Solange noch keine Hornhaut oder nur eine geringfügige vorhanden ist, genügt diese Behandlung. Und achten Sie auf Ihr Gewicht. Jedes Kilogramm zu viel führt zu einer erhöhten Belastung der Fußsohlen. Dieser Druck aktiviert das Wachstum der Hornhaut. Kommt dann vielleicht auch noch schlecht sitzendes Schuhwerk hinzu, sollte dringend eingegriffen werden.

Was kann passieren, wenn die Hornhaut nicht entfernt wird?

Zum einen kann es zu schmerzhaften Rissen kommen. Sie entstehen für gewöhnlich an den am stärksten betroffenen Stellen. Dies sind meist die Fersen, aber oftmals auch der Ballen (beidseitig). Das Problem am Ballen liegt daran, dass dort eine große Beweglichkeit des Fußes vorhanden ist. Durch diese ständige Bewegung bricht die Hornhaut auf, im schlimmsten Fall so weit, dass die Risse bis tief in die Haut eindringen und bluten. An ein schmerzfreies Gehen ist dann nicht mehr zu denken. Ähnlich ergeht es der Ferse, die dem größten Druck standhalten muss.

Die Hornhaut wächst weiter – und nun?

Es gibt also keinen anderen Ausweg: Die Hornhaut muss möglichst schonend entfernt werden. Danach gilt es dann, ein erneutes Wachstum so gering wie möglich zu halten. Die Frage ist aber ganz eindeutig: Wie wird auf schonende, möglichst natürliche Weise die Hornhaut abgetragen, die gesunde Haut darunter aber heil gelassen? Verschiedene Optionen stehen hierfür zur Auswahl. Für viele stellt sich dann aber die Frage, wie oft die Hornhaut entfernt werden darf. Lange Zeit hielt sich das Gerücht, dass die Hornhaut umso stärker nachwächst, je öfter man sie entfernt. Dies ist allerdings nicht korrekt. Es ist wesentlich besser, die überschüssige Hornhaut regelmäßig in kleinen Schritten zu entfernen, bevor es zu Rhagaden / Rissen kommt.

Grundsätzlich ist ein vorsichtiges Vorgehen angeraten. Denn die Abnahme von zu viel Hornhaut auf einmal kann die gesunde Haut angreifen, sodass diese zu dünn wird, um den eigentlichen Schutz aufrechterhalten zu können. Auch dies ist eine schmerzhafte Erfahrung. Erschwerend kommt hinzu, dass eine dünne Haut als Anregung zu neuerlicher starker Hornhautbildung gilt. Allerdings ist es nicht zu leugnen, dass jedes Hornhautwachstum individuell einzuschätzen ist. Auch darf der aktuelle Pflegeeinsatz nicht unterschätzt werden. Ist die Hornhaut abgetragen, ist ein sofortiger Pflegebeginn notwendig, um die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen.

Wie wird die Hornhaut bestmöglich entfernt?

Die korrekte Antwort lautet: VORSICHTIG!

Achten Sie auf das richtige Equipment.

  • Fußbad: Ein Fußbad, um die Hornhaut aufzuweichen, bevor man mit dem Entfernen beginnt, ist eine sinnvolle Überlegung. Weiche Hornhaut lässt sich wesentlich leichter abtragen als trockene. Zudem ist der Übergang zwischen der Hornhaut und der gesunden Haut besser zu erkennen. Das Fußbad sollte zu einer festen Institution werden, denn auch dem gesunden Fuß, ohne übermäßige Hornhaut, tut ein regelmäßiges Fußbad gut, um die Haut feucht und elastisch zu halten.

Die folgenden Utensilien dürfen in Ihrem Fußpflegeset auf keinen Fall fehlen:

  • Bimsstein
  • Hornhautfeile
  • Hornhautschwamm
  • Hornhauthobel
  • Elektrische Hornhautfeile

Der Bimsstein wird eingesetzt, solange es sich um ein normales, leicht angehobenes Wachstum handelt. Der Bimsstein nimmt bei der Anwendung nur wenig Haut ab. Damit kann vorsichtig jede Schicht einzeln entfernt werden. Dadurch werden die darunterliegenden Hautpartien nicht beeinträchtigt.

Mit derselben Wirkung kann auch der Hornhautschwamm eingesetzt werden. Zwar wird dies auch über die Hornhautfeile gesagt. Allerdings sollte hinzugefügt werden, dass sie auch bereits bei stärkerem Hornhautwuchs auf den Plan gerufen wird. Doch VORSICHT: Schnell kann mit der Hornhautfeile die gesunde Haut beeinträchtigt werden. Sie ist also mit Bedacht einzusetzen.

Alternativ können elektrisch betriebene Geräte zur Hornhautentfernung eingesetzt werden. Nicht nur Menschen, die Probleme haben, die bisher genannten Geräte zu halten bzw. korrekt einzusetzen, sollten sich für die moderne Hornhautbekämpfung entscheiden. Die meisten Modelle verfügen über eine automatische Abschaltfunktion, wenn zu viel Druck ausgeübt wird oder die tatsächliche Hornhaut abgetragen ist. Zudem können die aktuellen Modelle bzw. ihre Aufsätze unter fließendem Wasser gereinigt werden. Damit sind sie genauso hygienisch wie die herkömmlichen Varianten.

Nicht verzweifeln

Denken Sie immer daran: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Das gilt auch für die Fußpflege. Entfernen Sie bei Ihrem ersten Versuch am besten nur ein wenig. Vergessen Sie nicht, bereits diesen ersten Anwendungsgang mit dem Pflegeprogramm zu beenden. Dies könnte etwa ein Peeling mit grobem Meersalz oder der bewährte Kokos-Zucker-Mischung sein. Beides führt zu einer samtig-seidigen Haut.

Wie oft sollten die Füße gute Pflege erhalten?

Diese Frage sollte sich eigentlich gar nicht stellen, da die Füße uns tagtäglich durch den Alltag bringen. Sie sind unsere Basis. Nur wenn diese gesund, stabil ist, kann sie gute Arbeit leisten. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, den Füßen tägliche Pflege zukommen zu lassen. Dabei kann es sich um eine tägliche Anwendung von urea-haltiger Creme oder nährendem Pflegeöl handeln. Aber auch das regelmäßige Fußbad, um die lose Hornhaut leicht entfernen zu können.

Mögliche Pflegemittel

Natürlich gibt es viele Pflegemittel im Handel, die ihre Berechtigung haben. Doch gibt es auch verschiedene Hausmittel oder eher außergewöhnliche Pflegemittel, die ebenfalls gute Erfolge hervorbringen:

  • Fussbäder mit Apfelessig oder Bio-Zitronensaft
  • Fußbad mit Salbeiessenz oder Salbeiblättern
  • Fußbad mit Aloevera-Zusatz
  • Auflagen für die Hornhautzonen mit feuchten Kamillensäckchen
  • Meersalzpeeling mit Olivenöl
  • Sandpeeling mit Jojobaöl
  • Fußbad mit Meersalz
  • Fußbad mit Natron
  • Fußbad mit Kolloidalem Silber
  • Nährende Cremes mit Ringelblume, Kolloidalem Silber oder Kamille

Viele Optionen werden Ihnen gegeben. Allerdings ist es Ihre eigene Achtsamkeit, die eigene Disziplin, die Sie benötigen, um Ihren Füßen die tägliche Aufmerksamkeit zu geben, die sie unbedingt benötigen. Es ist ein wichtiges Anliegen, je älter sie werden. Deshalb gewöhnen Sie sich bereits früh an das abendliche Pflegeritual und Sie werden sich auch im Alter noch gut gepflegter Füße erfreuen können.